Osteopathie

Die Osteopathie wurde Ende des vorletzten Jahrhunderts von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still begründet. Ziel der Osteopathie ist es, Spannungen im Körper aufzufinden, die auch an weit entfernten Stellen Schmerzen und Funktionsstörungen auslösen können und diese sanft zu beseitigen. Zum Behandlungsumfang zählen neben Techniken für Muskeln und Gelenke auch die Behandlung der Eingeweide, sowie Techniken für die Hirnhäute und Zirkulation des Hirnwassers, welche auch unter dem Namen CranioSacrale Therapie bekannt sind. Anwendungsgebiete finden sich bei allen funktionellen Störungen im Bewegungsapparat oder der inneren Organe.

Derzeit gibt es aus Sicht der evidenzbasierten Medizin keinen Wirksamkeitsnachweis für die meisten Indikationen. Aus unserer Erfahrung kann Osteopathie jedoch helfen bei:

- unstillbarem Schreien

- Lageasymmetrien

- Koliken und Stuhlgangsbeschwerden

- Lagerungsprobleme

- Entwicklungsverzögerung

- Schädelasymmetrie

- Stillprobleme

- Regulationsstörungen bei Frühgeburten

- nach traumatischen Geburten

- Tränengangstenosen

- Vergrößerung der Rachenmandel

- chron. Mittelohrentzündung

- Sprachentwicklungsstörung

- Unruhe, Konzentrationsstörungen

- Enuresis nocturna

- Kopfschmerzen, Migräne

- Wirbelsäulenbeschwerden, Skoliose

- Kieferfehlstellung, Kiefergelenksbeschwerden

- Infektanfälligkeit

- Asthma

- Sehstörungen, Schielen

- Verdauungsbeschwerden

 

Wie funktioniert eigentlich Osteopathie?

 



Dresden - Die AOK PLUS übernimmt bis zu 360 € pro Jahr für osteopathische Behandlungen.

Wie funktioniert und was bewirkt Osteopathie? Wem hilft sie, wem eher nicht? Einer, der sich tagtäglich damit befasst, ist Marc Angermann. Der studierte Mediziner hat sich 2011 mit einer Praxis für Osteopathie und ganzheitliche Heilkunde in Kamenz selbstständig gemacht.

„Zur Osteopathie gehören sowohl Manipulationen an der Wirbelsäule – das ‚Einrenken‘ – als auch sanftes Ertasten von Blockaden oder Verspannungen, die die Beschwerden auslösen. Ebenso das Dehnen von Muskeln und die Bewegung von Gelenken“, sagt der 32-Jährige.

Der Patient wird manuell behandelt - also mit bloßen Händen, ohne Medikamente oder technische Apparate. Osteopathie unterstützt so die natürlichen Selbstheilungskräfte des Patienten.

Am häufigsten sind Patienten wegen Schmerzen im Rücken oder an den Gelenken in der Praxis. Aber auch bei funktionellen Herzbeschwerden, Verdauungsstörungen oder Kopfschmerzen ist der Osteopath gefragt. Zwei bis drei Behandlungen reichen in der Regel aus, um Blockaden zu beheben. Und auch bei Hyperaktivität oder der Behandlung von Schreikindern kann Marc Angermann gute Erfolge erzielen.

 

Weitere Infos:

· Die AOK PLUS übernimmt die Kosten für osteopathische Behandlungen von 360 € im Jahr für maximal sechs Sitzungen in Höhe von 90 Prozent des Rechnungsbetrages und höchstens 60 Euro pro Sitzung.
· Über 50 Prozent der von der AOK PLUS anerkannten Osteopathen bieten ihre Leistungen in Physiotherapien an. Auf Mediziner in eigener Praxis oder in Klinken entfallen etwa zehn Prozent, auf Heilpraktiker 7,5 Prozent.
· Die Therapeuten müssen hohe Qualitätsstandards erfüllen. Dazu gehört bei Physiotherapeuten eine etwa vierjährige osteopathische Ausbildung mit ca. 1.300 Unterrichtseinheiten, bei Ärzten ca. 700 Unterrichtseinheiten.
· Geprüfte Therapeuten finden Sie unter www.aokplus-online.de (Stichwort Osteopathie). Oder Sie fragen am kostenlosen Servicetelefon der AOK PLUS unter 0800 2471001 nach.  

 Quelle: https://mopo24.de/nachrichten/aok-4536?isAjax=1

 

 

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